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Kurdistan

Bild: Serxwebûnê Kobanî (CC CC BY-SA 4.0)

Der Name Kurdistan setzt sich aus zwei Silben zusammen: “Kurd” bezieht sich auf die Kurden und “Stan” bedeutet „Land“. Somit bedeutet Kurdistan „das Land der Kurden“. Kurdistan liegt nordöstlich vom Mittelmeer im Westen Asiens und erstreckt sich übers Ararat-Gebirge im Norden, bis hin zur südwestlichen Seite des Kaspischen Meeres und im Südosten des Schwarzen Meeres bis zum Rand der Arabischen Halbinsel im Nord- und Ostirak vom Zagros-Gebirge im Osten und Südosten bis nach Iskenderun . An der Mittelmeerküste im Westen wird Kurdistan auf mehr als 500.000qm geschätzt und ist derzeit auf mehrere Länder aufgeteilt. Zu diesen Ländern gehören: Die Türkei, der Iran, der Irak und Syrien. Dies führt dazu, dass Kurdistan unter mehreren internationalen Spaltungen leidet, denen sich die Region unterwerfen muss. Die erste Teilung Kurdistans erfolgte am 17. Mai im Jahre 1639 durch das Friedensabkommen in „Qasr-Schirin“ zwischen den osmanischen und persischen Safawiden Staaten. Dieser Vertrag beendete nicht nur den langjährigen osmanisch-persischen Krieg, sondern setzte außerdem die Ländergrenzen zwischen beiden Seiten fest. Anschließend wurde Kurdistan zwischen dem Osmanischen Reich (heutige Türkei) und dem Iran aufgeteilt. Die zweite Teilung Kurdistans erfolgte durch das Sykes-Picot Abkommen im Jahr 1916 durch die Alliierten nach der Niederlage des Osmanischen Reiches im ersten Weltkrieg. Das Sykes-Picot Abkommen wurde von den Außenministern Russlands, Großbritanniens und Frankreichs beschlossen. In geheimen Konferenzen legten sie die künftigen Regelungen für den Nahen Osten und das Osmanische Reich fest. Auch die Unterwerfung und erneute Aufteilung Kurdistans wurde entschieden. Die einzelnen Landstücke wurden verschiedenen Ländern zugesprochen und so wurde Kurdistan der Türkei, dem Irak und Syrien angeschlossen . Hier, nach dem 1.
Weltkrieg, bot sich zum ersten Mal die Möglichkeit für
die Kurden, das Kurdenproblem zu lösen. Kurden aus
aller Welt mobilisierten sich und unternahmen große
Anstrengungen, um mit ihrer Stimme die Friedenskonferenz in Paris (1919) zu erreichen. Sie hofften, ihre
legitimen Rechte erlangen zu können, insbesondere
nachdem US Präsident Wilson das Recht der Völker auf
Selbstbestimmung erklärte.
Da die Kurden nicht über eine unabhängige politische
Einheit verfügten und somit genau wie andere unterdrückte Nationalitäten und Völker nicht offiziell an
dieser Konferenz teilnehmen konnten, ernannte das
Volk Sharif Pasha, einen Politiker aus dem Osmanischen
Reich und kurdischer Aktivist. Er nahm als kurdischer
Delegierter an der Konferenz teil, um sie zu vertreten
und ihre Rechte einzufordern